Newgrange

von Anneke Jacobi | 03.12.2017

 

Letzte Woche Freitag waren wir wieder mit dem Kurs von Irish Studies unterwegs.

Auf dem Weg zu unserem eigentlichen Ziel sind wir noch an einigen anderen Stationen vorbeigekommen.

 

Um 9Uhr morgens ging es los. Alle waren noch müde und hofften im Bus noch schlafen zu können. Solltet ihr nächstes Jahr am AIT studieren, kommt besser ausgeschlafen. Es dauert keine 30min bis Harman (von uns liebevoll Hermann genannt) das Mikro in die Hand nimmt und dir in Seniorenläutstärke etwas zu irischen Dörfern oder Namen erklärt.

Unser erster Stopp war Trim Castle. Hier verbrachten wir rund eine ¾ Stunde in eisigster Kälte. Es war so sch*** kalt an dem Tag! Wir haben uns alle zusammen Füße, Beine, Hände, … eigentlich alles abgefroren. Die wahrscheinlich wichtigste Information zu diesem Castle war, dass hier Braveheart mit Mel Gibson (1994) gedreht wurde. Den Film kennen die Meisten von euch wahrscheinlich gar nicht mehr… wir auch nicht.

Nach der ersten Kältetortur ging es weiter über Dörfer, die von Franzosen gegründet wurden, hin zu einer Klosterruine. Bei Monasterboice gibt es mehrere keltische Hochkreuze. Das älteste von ihnen ist über 1.000 Jahre alt und angeblich knapp 6m hoch. Auf der einen Seite des Keltenkreuzes sind Dinge aus dem alten, auf der anderen aus dem neuen Testament gemeißelt. Das kann eigentlich schon ziemlich beindruckend sein, wenn man nicht zähneklappernd auf dem Friedhof, der die Ruine umgibt stünde und darauf wartet, dass Hermann zum Bus zurück geht (womit er sich massig Zeit gelassen hat).

Hisilicon Balong s

Endlich! Der nächste und letzte Stopp war Newgrange. Im Besucherzentrum konnten wir noch in Ruhe zu Mittag essen. Dann ging es mit Shuttlebussen zur eigentlichen Attraktion.
Newgrange ist ein 5.000 Jahre altes Ganggrab aus der Steinzeit. Somit ist es, aufgepasst, älter als Stonehenge und die Pyramiden von Gizeh! Ich hätte niemals gedacht, dass man so etwas hier findet. Zudem ist das Grab unvorstellbar groß. Wenn man hineingeht, muss man erst seinen Rucksack abnehmen, damit keine Schrammen an den Wänden entstehen. Leute, die Klaustrophobie haben bleiben besser draußen. Den Gang zur Mitte kann man nur sehr geduckt gehen, an einer Stelle leicht seitlich, damit man besser durch kommt. Dann steht man im Zentrum des Grabs… Es ist tatsächlich doch nur ein kleiner, aber hoher Raum, der von den aufgetürmten Steinen geformt wird. Unser Guide Paul erklärte, dass es mehrere Theorien darüber gibt, welche Menschen hier früher beerdigt wurden. Z.B. eine Art damaliger Adel. Aber wissen tut man es nicht. Genauso wenig weiß man über die Steine, die zu einem Becken geschliffen sind. Eine andere Besonderheit von Newgrange ist, dass der Gang zur Mitte so gebaut wurde, dass nur an den kürzesten Tagen im Jahr morgens die Sonne für ein paar Minuten einen Strahl durch den Raum wirft, der in einer perfekten Spitze am Boden auf der anderen Seite wirft. Die Menschen haben also schon damals in der Steinzeit, wie die Kirchen heute, nach Osten bzw. der aufgehenden Sonne ausgerichtet. Damit alle Besucher es einmal erleben, wie die Sonne in das Grab hinein scheint, gibt der Guide eine kurze Demonstration mit gefälschtem Sonnenlicht.

hdr    IMG_20171124_152040
Ich fand es schon echt beeindruckend diese Tour mitgemacht zu haben. Es ist wahnsinnig erstaunlich, wenn man darüber nachdenkt, wie die Menschen so etwas schon früher bauen konnten!

 

Leider konnte ich an dem Tag nicht viele Fotos machen, weil es draußen einfach zu kalt war und ich meine Hände lieber in der Jackentasche gelassen habe.

Das war mein letzter Blogeintrag für dieses Semester. Im Januar wird es dann wahrscheinlich mit einem Review der Module und Klausuren geben.

Ich wünsche euch allen eine wundervolle Adventzeit, Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! Bis zum nächsten Jahr.

 

Anni

Schreiben Sie einen Kommentar

CAPTCHA-Bild
*

* Pflichtfelder

Hochschule Emden/Leer - Fachbereich Wirtschaft


Constantiaplatz 4 • 26723 Emden
E-Mail: deinestimme.wirtschaft@hs-emden-leer.de